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Die Ersti Woche ohne Alkohol überleben

Alkohol in der Ersti Woche

Ersti Woche ohne Alkohol überleben

In der ersten Woche wird für Erstis eine ganze Menge geboten: Im Vorkurs werden die Mathe Kenntnisse aufgefrischt, es gibt Bar Rallyes um die Kneipen der Stadt kennen zu lernen, die Fachschaften und verschiedene Vereine informieren über ihre Tätigkeiten und verteilen kleine Goodies wie Kugelschreiber und Kondome. Und natürlich gibt es auch Partys.

Ersti Partys. Semester Opening Partys der einzelnen Fakultäten. Angebote der lokalen Clubs. Private WG Partys. Wer gerne feiert kommt also voll auf seine Kosten. Aber wie sieht das ganze aus, wenn man zwar grundsätzlich Lust auf Partys hat, aber keinen Alkohol trinken möchte oder kann? Wie kommt man in diesem Fall am besten durch die Ersti Woche?

Option 1: Nicht hingehen

Die simpelste Möglichkeit wäre alle Partys einfach auszulassen. Und wenn man grundsätzlich nicht so der Partytyp ist, mag das vielleicht auch die beste Option sein. Für diejenigen die gerne feiern würden, aber auf den Alkohol verzichten wollen, kommt diese Option dagegen eher nicht infrage. Und auch die eingefleischten Partymuffel sollten zumindest ein, zweimal eine Uniparty mitgemacht haben, ein Erlebnis ist es auf jeden Fall und gerade, wenn man neu in einer Stadt ist, kann man hier auch sehr einfach und unkompliziert neue Leute kennen lernen.

Option 2: Mit dem Auto fahren

Das man als Fahrer keinen Alkohol trinken kann versteht eigentlich jeder. Wenn man also mit dem Auto zur Party kommt, hat man eine ziemlich einleuchtende Erklärung weswegen man nicht mittrinken kann. Man muss dann allerdings damit rechnen, dass man gefragt wird, ob man jemanden nach Hause fahren kann. Typischerweise jemanden der schon einiges getrunken hat. Dadurch ergibt sich dann ein nicht unerhebliches Risiko bezüglich einer Verunstaltung des Fahrzeuginnenraumes. Um es vorsichtig auszudrücken. Und wer kein Auto hat, für den ist diese Option natürlich auch nicht zu 100% praktikabel. Klar, lügen kann man immer, aber wenn das Ganze auffliegen sollte, entsteht bei den neuen Fragen sicher kein guter Eindruck.

Option 3: Immer die Getränke bestellen

Wenn du immer die Getränke für deine Freunde an der Bar holst, fällt es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit niemanden auf, wenn du für dich nur alkoholfreies bestellst. Im nur gelegentlich durch Lichtblitze durchbrochenen schummrigen Licht der meisten Uni Partys sieht wohl niemand, dass auf deinem Bier ganz klein „alkoholfrei“ steht. Und den Unterschied zwischen einem Jack Daniels mit Cola und einer puren Cola erkennt man höchstens, wenn man daran nippt. Auf diese Weise kannst du also den Eindruck erwecken, du würdest kräftig mittrinken, während du in Wahrheit nur Cola und Wasser runterkippst. Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass du entweder im Voraus oder Nachhinein das Geld bei deinen Freunden einsammeln musst (was chaotisch werden kann) oder die Getränke ausgibst (was schnell ins Geld geht). Bei einer größeren Gruppe kommen dann auch noch schnell logistische Probleme hinzu (Wer einmal mit 5 Cocktail Bechern eine volle Tanzfläche überqueren musste weiß wovon ich rede). Also auch nicht zu unbedingt optimal.

Option 4: Heute kein Alkohol, sonst gerne

Ausreden warum man temporär keinen Alkohol trinken kann gibt es eine ganze Menge. Angefangen von einem Zahnarzt Besuch am nächsten Morgen (Wer will da schon mit Tequila Fahne auftauchen?) über die Einnahme von Medikamenten (Antibiotika und Alkohol vertragen sich halt nicht so gut) bis hin zur Geschichte, dass man noch von gestern einen dermaßigen Kater hat, dass man heute einfach noch nicht in der Lage ist wieder zu trinken. Gerade bei diesen „Ich trink nie wieder was…“ Erklärungen werden die meisten wissend nickend. So ging es uns doch schon allein einmal… Wobei diese Methode natürlich den Nachteil hat, dass sie eher nicht dauerhaft funktioniert. Ein oder zweimal ist das kein Problem aber wenn man immer eine neue Ausrede parat hat, wundern sich die Freunde wahrscheinlich schon irgendwann.

Option 5: Dort sein wo kein Alkohol ist

Ok, hört sich einfacher an als es ist. Immerhin wird auf der typischen Studentenparty schon einiges konsumiert. Aber wer sich unter vollem Körpereinsatz auf der Tanzfläche verbiegt, bei dem hat man eher Verständnis, dass er das nicht mit einer Bierflasche in der Hand machen möchte. Wobei diese Strategie natürlich anstrengend ist. Für die Pausen die man also sicher hin und wieder brauchen wird, kann man dann beispielsweise aufs Klo gehen oder darauf verweisen, dass die Schlange beim Getränkeverkauf gerade ziemlich lang ist und man sich lieber später etwas holt.

Option 6: Ehrlich sein

Es gibt genug Gründe keinen Alkohol zu trinken. Manch einem schmeckt es vielleicht einfach nicht, ein anderer hat Angst vor einem möglichen Kontrollverlust, wieder ein anderer hat religiöse Gründe oder gesundheitliche Bedenken. Völlig in Ordnung, dafür muss man sich nicht schämen. Und wenn man offen damit umgeht, werden die meisten Menschen es vermutlich auch verstehen. Anstatt seine Freunde also anzulügen oder sich immer neue Tricks auszudenken um zu verheimlichen, dass man nicht trinkt, sollte man einfach von Anfang an reinen Tisch machen. Und wenn es dann doch ein paar Menschen geben sollte, die sich daran stören, dann ist es sicher sinnvoller sich neue Freunde zu suchen die einen so akzeptieren wie man ist. Gerade in den ersten Wochen ist es ziemlich leicht neue Freunde an der Uni zu finden. Wenn man sich aber stattdessen an die falschen Leute hängt und sich einer Gruppe anpasst, mit der man nicht wirklich glücklich ist, wird man über kurz oder lang unzufrieden sein.

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