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Die Angst keine Freunde zu finden

Die Angst keine Freunde zu finden

Ich glaube es gibt nichts worüber man sich vor Uni Beginn so viele Sorgen macht wie darüber ob man Freunde finden wird. Insbesondere natürlich dann, wenn man zum Studieren in eine komplett neue Stadt gezogen ist. Familie und Freunde sind auf einmal mehrere hundert Kilometer weit weg, man kennt keine Menschenseele. Da fühlt man sich schnell sehr einsam und allein. Und dann fängt man an nachzudenken. War das alles ein riesiger Fehler? Hätte ich nicht doch lieber in meinem vertrauten Umfeld bleiben sollen? Werde ich überhaupt Anschluss finden? Was wenn mich keiner mag?

Von diesen Gedanken geplagt geht man dann am ersten Tag mit einem ziemlich flauen Gefühl an die Uni. Zumindest mir ging es damals genauso. Aber Schritt für Schritt hat sich dann alles zum Guten gewendet. Ich habe viele Leute kennen gelernt, Freunde gefunden und mich nicht mehr allein gefühlt. Und glaub mir: ich war damals extrem schüchtern, wenn ich das also hinbekommen habe, dann schafft es wirklich jeder.

Um dir ein bisschen die Angst vor dem ersten Tag zu nehmen, habe ich ein paar Dinge aufgeschrieben, die dir helfen werden auf jeden Fall Freunde an deiner neuen Uni zu finden.

Jeder Kontakt ist wertvoll

Du musst am Anfang nicht direkt den perfekten Freund finden der mit dir in allen Punkten, angefangen von den politischen Ansichten über Modefragen bis hinzu dem präferierten Fußball Verein, übereinstimmt. Am Anfang kann es schon sehr tröstlich sein, wenn man überhaupt mal irgendjemand kennt an den man sich halten kann. Das kann zum Beispiel der Nebensitzer in der ersten Vorlesung sein. Oftmals entstehen aus solchen „Zwangsbekanntschaften“ dann dennoch sehr tiefe und langlebige Freundschaften, weil am Anfang fast jeder alleine ist. Und weil fast jeder allein ist, ist man umso dankbarer, wenn man mal irgendjemand gefunden hat. Das schafft eine tiefe Verbindung.

Die Masse machts

Wenn du eher der Zahlentyp bist dann hilft es dir vielleicht, wenn du dir etwas vergegenwärtigst: an der Uni gibt es Unmengen an Leuten. In den großen Studiengängen wie BWL oder Lehramt sitzt du mit mehreren hundert, teilweise über tausend Leuten in einem Hörsaal. Da stehen die Chancen nicht so schlecht, dass du dich mit mindestens einem davon verstehen wirst, egal wie seltsam und socially awkward du auch sein magst.

Die Uni den Freund und Helfer

Natürlich ist man sich auch in der Uni der Tatsache bewusst, dass die meisten Studenten noch überhaupt niemanden kennen. Aus diesem Grund gibt es in den ersten Tagen oft eine ganze Reihe von Veranstaltungen für Erstsemestler. Das kann von Stadtführungen über Bowling Abende bis hinzu Bar Rallys reichen. Auch wenn dich solche Veranstaltungen im Allgemeinen nicht besonders interessieren, so sind sie doch eine perfekte Möglichkeit um Leute kennen zu lernen. Aus diesem Grund solltest du an so vielen wie möglich teilnehmen. Übrigens sind diese Veranstaltungen meistens auch noch kostenlos, alles was du aufwenden musst ist also deine Zeit.

Teilweise beginnen diese Veranstaltungen schon vor dem offiziellen Semesterstart. Falls es dir irgendwie möglich ist, solltest du unbedingt versuchen daran teilzunehmen. Denn in diesen ersten Tagen bilden sich oft schon die ersten Grüppchen und Freundschaften entstehen. Wenn du erst später an die Uni kommst, wenn das Semester „wirklich anfängt“ wirst du es schwerer haben Anschluss zu finden als in diesen ersten Tagen.

Fachschaft um Leute kennen zu lernen

Es gibt an der Uni eine Menge Möglichkeiten sich zu engagieren. Hauptsächlich möchte ich hier die Fachschaft erwähnen. Das ist gewissermaßen die Studentenvertretung deines Studiengangs. An die Fachschaft kannst du dich wenden, wenn du Fragen zu deinem Studium hast, oder auch mal bei Stress mit einem Prof. Darüber hinaus organsiert die Fachschaft immer mal wieder Partys, verkauft im Winter Glühwein und veranstaltet im Sommer Grillfeste.

Für all diese Aktivitäten brauchen sie natürlich auch Leute. Zu jedem neuen Semester gibt es also einen Infoabend, an dem die Fachschaft sich vorstellt, erzählt was sie so macht und im Idealfall auch neue Mitglieder anwirbt. Wenn man noch niemanden kennt ist das natürlich ideal. Auf einen Schlag lernst du die komplette Fachschaft kennen. Oftmals gibt es auch Teambuilding Events für die Fachschaftsmitglieder. Darüber hinaus lernst du auf diesem Weg nicht nur Erstis kennen, sondern auch Leute, die mit ihrem Studium schon ein wenig weiter sind. Das ist immer dann sinnvoll, wenn man mal eine Frage zu Wahlfächern oder einem bestimmten Prof hat.

Klar, um bei der Fachschaft mitzumachen musst du natürlich auch ein wenig Zeit einplanen. Aber wenn du diese zur Verfügung hast, dann ist es eine super Möglichkeit Leute kennen zu lernen.

Wenn alle Stricke reißen

Für all die bisher beschriebenen Methoden um Leute kennen zu lernen musst du nicht sonderlich extrovertiert sein. Ich habe beispielsweise in den ersten Tagen nie aktiv jemanden angesprochen. Alle Kontakte kamen eher zufällig zustanden (gleiche Gruppe bei der Uni Rally, am selben Tisch in einer Bar gesessen). Auch schüchterne Menschen müssen sich also keine Sorgen machen, an den ersten Tagen an der Uni sucht wirklich jeder nach Anschluss, da findet man immer jemanden.

Klar ist aber auch, dass es manchen Menschen einfach Sorgen bereitet, wenn sie sich so ins Ungewisse stürzen sollen. Viel sicherer würde man sich fühlen, wenn man einen Backup Plan hätte, auf den man zurückgreifen könnte, wenn alle Stricke reißen. Keine Sorge, genauso etwas gibt es. Und zwar in Form der beliebten Studentenapp Jodel.

Dort kann man anonym alles posten was einem so in den Sinn kommt. Von lustigen Sprüchen über Fragen zur Uni bis hin zum Kennenlernen von anderen Leuten. Weil man dabei vollkommen anonym ist, wird zur Kommunikation meistens die Chatapp Kik verwendet. Dort kann man, ebenfalls anonym, einen Account erstellen. Wenn man den Namen dieses Accounts dann mit anderen teilt, kann man über die App chatten.

Wenn man an der Uni also trotz allem niemanden kennen lernen sollte, dann kann man sich immer noch auf Jodel verlassen. Dort findet sich mit Sicherheit jemand dem es ähnlich geht und der auch noch Anschluss sucht.

Checkliste: Freunde finden

Damit du auch garantiert keine Möglichkeit vergisst um Freunde zu finden gibt es HIER eine kleine Checkliste mit den wichtigsten Punkten.

Du bist nicht der einzige dem es so geht

Und bei all dem Stress an den ersten Tagen immer dran denken: du bist nicht allein. Auch wenn du das Gefühl hast, dass alle um dich herum total extrovertiert sind und schon nach ein paar Minuten die besten Freunde gefunden haben. Tatsache ist, dass sich am Anfang jeder ein wenig verloren fühlt. Die einen können es nur besser verstecken. Aber glaub mir, in dem riesigen Hörsaal gibt es noch extrem viele Menschen, denen es geht wie dir: sie kennen keine Menschenseele und fühlen sich allein. Selbst die Leute, die zum Studieren nicht umgezogen sind und somit ihren Freundeskreis behalten, kennen meist nur ein oder zwei Leute (klar, es studiert ja auch nicht jeder dasselbe).

Was ich sagen will: es ist absolut nicht schlimm sich am Anfang etwas einsam zu fühlen, das geht jedem so. Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirst du schon bald Leute finden mit denen du das Uni Leben gemeinsam angehen kannst 😊

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